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Deutschland: Gewalt gegen Ausländer nimmt deutlich zu - auch immer mehr Polizisten Opfer von Angriffen

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Deutschland: Gewalt gegen Ausländer nimmt deutlich zu - auch immer mehr Polizisten Opfer von Angriffen

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Der jüngste Bericht des deutschen Verfassungsschutzes macht deutlich: In der Bundesrepublik hat 2013 sowohl die Gewalt von links als auch von rechts deutlich zugenommen.

Dem Bericht zufolge stieg die Zahl der fremdenfeindlichen Taten um 20 Prozent. “Statistisch wird jeden Tag in Deutschland mindestens eine fremdenfeindlich motivierte Gewalttat begangen”, heißt es in dem Bericht des Inlandsgeheimdienstes. Den Anstieg ausländerfeindlicher Gewalt stellte Bundesinnenminister Thomas de Maizière in einen Zusammenhang mit dem Zuwachs an Asylbewerbern in Deutschland. “Es besorgt mich sehr, dass die rechte Szene unablässig versucht, die Stimmung gegenüber Fremden zu vergiften, in dem sie Ängste und Vorurteile gegen Asylsuchende schürt”, sagte er.

Das linksextremistische Spektrum hat nach dem Bericht zwar leicht abgenommen, die Zahl der Gewalttaten ist gegenüber 2012 aber angestiegen. Gewalttaten gegenüber der Polizei und Sicherheitsbehörden haben dabei um 34 Prozent zugenommen. De Maizière zeigte sich besorgt über eine abnehmende Hemmschwelle, Gewalt auszuüben. Gerade Polizisten würden immer wieder zu Opfern gewalttätiger Übergriffe.

Eine weitere Gefahr seien Dschihadisten, die aus dem syrischen Bürgerkrieg zurückkehren. De Maizière sprach von mehr als 320 islamistischen “Gotteskriegern”, die aus Deutschland nach Syrien gereist sind. Nach früheren Angaben sind etwa 100 davon wieder zurückgekommen. Bisher gebe es jedoch keine Anhaltspunkte, dass diese Rückkehrer in Deutschland konkrete Anschlagspläne verfolgten.