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Lage im Westjordanland immer angespannter

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Lage im Westjordanland immer angespannter

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Im Westjordanland spitzt sich die Lage zu. Israelische Soldaten lieferten sich Straßenschlachten mit Palästinensern. Der Widerstand der Palästinenser gegen die israelischen Militäroperationen in Folge des Verschwindens dreier jüdischer Teenager wächst. In Jenin warfen Palästinenser Molotow-Cocktails auf israelische Soldaten, diese machten von der Schusswaffe Gebrauch und verwundeten zwei Palästinenser.

In einem Exklusiv-Interview mit euronews zweifelt Azzam al-Achmad, der die Delegation der Fatah bei den Verhandlungen mit der Hamas anführte, die israelische Darstellung an:

“Bis jetzt hat die Hamas jegliche Verwicklung verneint. Israel hat nicht nachweisen können, dass die drei entführt wurden. Und wenn doch, von wem? Israel betreibt eine faschistische Politik und eine traditionelle Besatzungspolitik, die sich in Unterdrückung und Verfolgung aller Palästinenser zeigt”, erklärte al-Achmad.

Bei einer Razzia auf dem Campus der Bir Zeit Universität in Ramallah, stellten israelische Soldaten Poster und Flaggen der radikalislamischen Hamas sicher. Ziel Israels ist es, nicht nur nach den verschwundenen Jugendlichen zu suchen, sondern die Gelegenheit zu nutzen, den Islamisten einen schweren Schlag zu versetzen.

Die drei Schüler einer jüdischen Religionsschule in der Siedlung Kfar Ezion bei Bethlehem hatten am Donnerstagabend vergangener Woche die Siedlung per Anhalter verlassen und wurden seitdem nicht mehr gesehen.