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Ölpreis: Nicht mehr weit bis zur Schmerzgrenze

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Ölpreis: Nicht mehr weit bis zur Schmerzgrenze

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Die Ölpreise steigen und steigen, je länger im Irak der Kampf um die größte Erdölraffinerie Baidschi dauert. Und mit den Preisen fliegen die Preisszenarien in die Höhe. “Ein kompletter Ausfall der irakischen Ölexporte wäre mittelfristig für den Weltmarkt schwer zu verkraften”, sagt Alexander Pögl vom Energieberatungsunternehmen JBC am OPEC-Sitz Wien, selbst wenn Saudi-Arabien die Ausfälle teilweise kompensieren könnte. Seit Monatsbeginn stieg der Preis der Sorte Brent von knapp 109 auf 114, 58 Dollar je Barrel.

Eugen Weinberg, Commerzbank Rohstoff- Research:

“Der Irak ist einer der weltweit wichtigsten Öl-Exporteure und -Produzenten. Er ist jetzt die Nummer zwei in der OPEC, vor dem Iran. Selbst ein kleiner Rückgang der irakischen Exporte dürfte einen großen Einfluss auf den Ölpreis haben. Einige Analysten sehen schon 125, und sogar 150 Dollar pro Barrel.”

Ein Ölpreis von 120 Dollar je Barrel und mehr gilt als Risiko für die Weltkonjunktur.

Der Irak verfügt über die fünftgrößten Erdölreserven weltweit. 2011 stammten 95 Prozent der irakischen Staatseinnahmen aus dem Ölgeschäft.

Nach Regierungsangaben hat die Armee die Anlage bei Baidschi wieder vollständig unter Kontrolle. Wegen der Kämpfe hat die Ölraffinerie allerdings ihren Betrieb eingestellt.

Baidschi deckt normalerweise einen großen Teil des Bedarfs irakischer Haushalte und Tankstellen an Ölprodukten.

su mit Reuters