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Auf Distanz: Obamas Irak-Strategie findet Rückhalt in den USA

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Auf Distanz: Obamas Irak-Strategie findet Rückhalt in den USA

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So mancher Wähler in den USA hätte sich wohl ein klareres Nein gewünscht oder wie die Republikaner ein entschlosseneres Eingreifen.

Doch mit der Entscheidung, sich im Irak zwar erneut militärisch zu engagieren, dabei aber möglichst wenig an direkten Kampfhandlungen zu beteiligen, scheint Präsident Barack Obama in den Augen vieler US-Amerikaner letztlich einen akzeptablen Mittelweg gefunden zu haben.

Auch ehemalige Top-Diplomaten halten die Lösung für gelungen, wie Zalmay Khalilzad, US-Botschafter im Irak unter George W. Bush: “Es demonstriert die Bereitschaft zu militärischen Schritten und zeigt, dass man mit den USA rechnen kann und muss. Das gibt uns das nötige Gewicht, um auf politischer Ebene anzuschieben, und das, glaube ich, ist auch nötig.”

“Es war jetzt wichtig zu zeigen, dass wir bereit sind, der irakischen Regierung weiter moralisch und materiell zur Seite zu stehen”, sagt John Negroponte, ehemaliger Vize-Außenminister und unter Bush nacheinander US-Botschafter bei der UNO und im Irak. “Ich glaube, das Wichtigste ist jetzt diesen Vormarsch der ISIL-Kämpfer zu stoppen und gleichzeitig einige der verlorenen Territorien zurückzuerlangen.”

euronews-Korrespondent Stefan Grobe: “Die amerikanische Öffentlichkeit ist überwiegen gegen ein weiteres Engagement des US-Militärs im Irak – eine Einstellung, die Obama mit zur Präsidentschaft verhalf und ein Umstand, der sich in seinen bisherigen Entscheidungen in der Irak-Krise widerspiegelt. Was auch immer er tun wird – die Probleme im Irak werden wohl nicht verschwinden, und vielleicht sogar noch ernster werden.”