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Königswechsel in Spanien: Stimmungen und Meinungen aus Madrid

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Königswechsel in Spanien: Stimmungen und Meinungen aus Madrid

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Als König des Volkes will Felipe VI. die spanische Monarchie aus der Krise führen. Der 46-Jährige trat als jüngster König Europas die Nachfolge seines Vaters Juan Carlos an und will sich durch Bürgernähe seinem Ideal einer moralischen Autorität nähern. An Vorschusslorbeeren mangelt es unter den Bürgern nicht:

“Ich kenne den neuen König persönlich. Ich habe ihn in El Salvador erlebt und ich denke, er ist ein wahrhafter Gentleman. Aber auch ein harter und guter Arbeiter. Er wird sein Bestes für Spanien geben.”

“Ehrlich gesagt finde ich ihn besser als König Juan Carlos. Er scheint besser vorbereitet und er gibt ein besseres Bild ab. Ich mag ihn einfach.”

“Die größten Herausforderungen für Felipe VI. sind die Wirtschaftskrise und die Autonomiebestrebungen der Regionen. Es liegt an ihm zu zeigen, dass eine parlamentarische Monarchie für Spanien besser ist als eine Republik.”

Bei Temperaturen um 30 Grad und strahlendem Sonnenschein mussten etwa 100 Schaulustige von Sanitätern behandelt werden.

Viele von ihnen hatten stundenlang in der Hitze ausgeharrt.

Nach Angaben der Polizei in Madrid hatten sich etwa 10 000 Menschen auf dem Platz vor dem Palast versammelt, darunter zahlreiche Touristen und der Euronews-Korrespondent:

“Spanien hat einen neuen König. In der komplett für den Verkehr gesperrten Innenstadt von Madrid trotzten tausende Bürger den hohen Temperaturen, um einen Blick auf den neuen König zu werfen. Schon die erste Aufgabe wird keine leichte für Felipe VI. werden, denn er muss den ramponierten Ruf der spanischen Monarchie aufpolieren.”