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Paris grätscht in Alstom-Bieterkampf: General Electric bevorzugt

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Paris grätscht in Alstom-Bieterkampf: General Electric bevorzugt

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Im Ringen um den Energie- und Verkehrskonzern Alstom favorisiert die französische Regierung das Angebot des US-Konzerns General Electric (GE). Laut Wirtschaftsminister Arnaud Montebourg will
der französische Staat mit 20 Prozent – vom bisherigen Hauptaktionär Bouygues, der bisher knapp 30 Prozent an Alstom hält – in das Unternehmen einsteigen und werde damit größter Anteilseigner.

Zur Zeit bemühen sich die deutsch-japanischen Partner von Siemens/Mitsubishi und GE um eine Übernahme des Energiegeschäfts von Alstom.

Zuvor hatte Siemens mit Mitsubishi Heavy Industries (MHI) mit einem aufgebesserten Angebot auf eine neue GE-Offerte reagiert. “Im Ergebnis erhöht sich der Bar-Anteil der Offerte um 1,2 auf 8,2 Milliarden Euro, während die Gesamtbewertung des Energiegeschäfts von Alstom um 400 Millionen Euro auf insgesamt 14,6 Milliarden Euro steigt”, so die beiden Unternehmen.

Montebourg sagte, er sei ermächtigt, eine Übernahme des Konzerns per Dekret zu stoppen, falls GE die Staatsbeteiligung nicht akzeptiere. An den US-Bieter habe er neue Forderungen gestellt. So solle das Energiegeschäft von Alstom in ein Gemeinschaftsunternehmen mit GE eingebracht werden, an dem jeder der Partner 50 Prozent halte. Die französische Regierung behält sich dabei allerdings ein Vetorecht vor.

Der US-Konzern General Electric hatte zuvor seine rivalisierende Offerte verbessert und war dabei auf Bedenken der französischen Regierung eingegangen. Der Alstom-Verwaltungsrat trifft sich spätestens Anfang kommender Woche, um über die Angebote von GE und Siemens/MHI zu beraten.

su mit Reuters