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Poroschenko kündigt Friedensplan an - heftige Kämpfe in der Ostukraine

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Poroschenko kündigt Friedensplan an - heftige Kämpfe in der Ostukraine

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Demnächst will der ukrainische Präsident Petro Poroschenko seinen Friedensplan für den Osten des Landes vorlegen. Teil davon soll eine Amnestie für die Separatistenkämpfer im Gegenzug für die Niederlegung ihrer Waffen sein, so heißt es auf Poroschenkos Webseite.

Bei Krasny Liman nahe Donezk kam es dennoch wieder zu heftigen Kämpfen, Regierungtruppen kreisten dort eine Rebellenstellung ein. Ein Rebellenkommandeur sprach von einer ukrainischen Übermacht und schweren Verlusten, weigerte sich jedoch aufzugeben.

Nach einer Zusammenkunft mit dem britischen Premierminister David Cameron in London zeigte sich NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen besorgt über eine erneute Entsendung mehrerer tausende russischer Soldaten an die ukrainische Grenze. Rasmussen warf Moskau vor, sich offenbar die Option einer direkten Intervention in der Ukraine offenzuhalten.

“Wir beobachte entlang der ukrainischen Grenze eine Verstärkung der russischen Militärkräfte, und das ist in der Tat ein ernster Grund zur Sorge”, so Rasmussen. “Wir rufen Russland auf, die Situation in der Ostukraine nicht weiter zu destabilisieren und sich konstruktiv mit der politischen Führung in Kiew auseinanderzusetzen.”

Denn die Separatisten selbst zeigen sich für Forderungen aus Kiew bisher nicht zugänglich. Eine Beruhigung der Lage wäre für Präsident Poroschenko aber wichtig. Am 27. Juni will Poroschenko ein Assoziierungsabkommen mit der EU unterschreiben.

Offiziell starben bei den Kämpfen in der Ostukraine bisher 147 ukrainische Soldaten, so das Verteidigungsministerium am Mittwoch. Mit den Toten aus den Reihen anderer ukrainischer Sicherheitskräfte und auf Seite der Separatisten dürfte die bisherige Gesamtzahl der Opfer im Ukrainekonflikt aber weit höher liegen.