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Schwere Überschwemmungen in Bulgarien

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Schwere Überschwemmungen in Bulgarien

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Bei Überschwemmungen in Bulgarien sind mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Mehrere werden vermisst. Innerhalb von Stunden regnete es so viel wie sonst in einem ganzen Monat. Die Wassermassen trieben Autos davon und in der Schwarzmeerstadt Warna standen zahlreiche Häuser unter Wasser.

Die Fluten hätten sehr viel zerstört, berichtet Yanko Gospodinov, der seit 1971 in Warna lebt. “Ich habe noch nie so eine Katastrophe erlebt. Ich kann mir nicht einmal vorstellen, woher so viel Wasser kommen kann. Es war eine schreckliche Erfahrung.”

Auch in der zentral-bulgarischen Stadt Kilifarewo wurden dutzende Häuser überschwemmt, erzählt Ivan Marinov, der dort lebt. “Alles stand hüfthoch unter Wasser. Ich habe versucht, meine Tiere zu retten: die Kaninchen und Hühner sind gestorben. Aber ich habe eine Ziege und ein kleines Lamm gerettet.” In seinem Keller seien mehrere tausend Liter Wasser.

Am Freitag legte das bulgarische Parlament in Sofia eine Schweigeminute ein. Für Montag ist ein Staatstrauertag angesetzt. Die bulgarische Regierung erklärte, dass mittlerweile alles unter Kontrolle sei. Sie wolle aber untersuchen, wie es zu den vielen Schäden kommen konnte.