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Triste Bilanz zum Weltflüchtlingstag

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Triste Bilanz zum Weltflüchtlingstag

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Zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg sind weltweit mehr als 50 Millionen Menschen auf der Flucht vor Gewalt, Not und Unterdrückung. Aus dem Bericht des UN-Flüchtlingshilfswerkes (UNHCR) geht zudem hervor, dass die Hälfte der Vertriebenen Kinder sind. Besonders dramatisch ist die Situation in Afghanistan und in Syrien. So steht es in einem Bericht zum UN-Flüchtlingstag. Der UN-Kommissar für Flüchtlinge Antonio Guterres betont dabei die Tatsache, dass viele Vergehen gegen die Menschenrechte ungestraft bleiben. Die internatione Gemeinschaft habe ihre Fähigkeit verloren,Konflikten vorzubeugen oder sie schnell zu lösen.

So wachsen sowohl die Flüchtlingsströme innerhalb von Ländern wie Afghanistan, Syrien, Somalia als auch jene in die jeweiligen Nachbarländer. Die Aufnahme der Flüchtlinge verschärft oft Konflikte in den Nachbarlänern.

Libanon hat die schwerste Last zu tragen im Vergleich zur Zahl der eigenen Bevölkerung. 178 Flüchtlinge auf 1000 Bürger. Erst mit weitem Abstand folgen Jordanien, Tschad, Mauritanien.

Laut Flüchtlingskommissar kann die Lösung nur politischer Art sein. “Der einzige Weg, Flüchtlingsströme zu verhindern besteht im Verhindern von Konflikten. Nur so findet man Frieden. Die Fähigkeit dazu feht allerdings in der heutigen Welt.”

Ein schlimmes Beispiel dafür ist die Zentralafrikanische Republik. Die Menschen hungern. Mehr als 220.000 sind in Nachbarländer geflohen, in den Tschad, nach Kamerun und in die Demokratische Republik Kongo, wo es überall an Strukturen für eine angemessene Versorgung mangelt.
“Wir haben nicht mehr genug zu essen”, beklagt diese Flüchtlingsfrau. “Es sind immer mehr Leute gekommen, aber es gibt nicht mehr Lebensmittel. Wir brauchen was zu essen!”

Am zahlreichsten sind die sogenannten “Binnenflüchtlinge”, Menschen, die innerhalb ihres eigenen Landes Haus und Hof verlassen mussten.
Laut UNHCR wird ihre Zahl auf 33 Millionen geschätzt – wie überhaupt alle Flüchtlingszahlen Schätzungen sind. Denn es liegt in der Natur dieses Problems, dass niemals genau zu erfassen ist, wie viele Menschen wo heimatlos Hilfe brauchen. Das trifft auch auf die Bewohner der weißen Zelte in der Türkei, kurz hinter der syrischen Grenze, zu. Mehr als eine Million sollen es in der Türkei schon sein, was dem Gastland wachsende Schwierigkeiten bereitet.