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Trotz Wirtschaftsschwäche und Sklaverei: Mauretaniens Präsident vor der Wiederwahl

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Trotz Wirtschaftsschwäche und Sklaverei: Mauretaniens Präsident vor der Wiederwahl

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Die Wiederwahl ist ihm praktisch sicher. Bei der Präsidentenwahl in Mauretanien geht es für Amtsinhaber Mohammed Ould Abdel Aziz vor allem um Legitimation und deshalb um eine ausreichend hohe Wahlbeteiligung.

Alle starken Gegenkandidaten boykottieren die Wahl. Sie werfen Abel Aziz vor, zu wenig gegen die schwache Wirtschaft oder die noch immer verbreitete Sklaverei im Land unternommen zu haben – und außerdem die Wahlkommission zu kontrollieren.

Unter Militärangehörigen, die ihre Stimmen bereits am Freitag abgaben, ist die Stimmung aber offenbar gut. “Um die Mittagszeit lag die Wahlbeteiligung schon bei 70 Prozent”, sagte der Chef eines Wahlbüros.

Am Samstag soll nun die Allgemeinbevölkerung an die Urnen. Laut Wahlbeobachtern der Afrikanischen Union und Repräsentanten der anderen Kandidaten habe es bislang keine Anzeichen von Wahlbetrug gegeben.

euronews-Korrespondent Riad Muasses: “Die Stimmen der Militärangehörigen am Freitag dürften überwiegend an den Amtsinhaber gegangen sein. Nicht nur, weil er ein ehemaliger General ist, sondern auch weil Abdel Aziz viel in die Moral und Ausstattung der Sicherheitskräfte investiert hat.”