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Ukraine-Konflikt: Kreml kritisiert einseitige Waffenruhe

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Ukraine-Konflikt: Kreml kritisiert einseitige Waffenruhe

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Im Ukraine-Konflikt will Präsident Petro Poroschenko mit einer einwöchigen und einseitigen Waffenruhe einen Friedensprozess einleiten.

Das gab er während eines Besuchs in der umkämpften Region Donezk bekannt.
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Die Aufständischen teilten mit, dass sie den Ankündigungen nicht glaubten.

Poroschenko erklärte, wer die Waffen nicht niederlegt, werde vernichtet:

“Die Feuerpause wird eine zeitlich begrenzte Möglichkeit für die Separatisten sein, ihre Waffen abzugeben und die von ihnen besetzten Gebäude zu verlassen.”

Der Kreml kritisierte die Pläne als unzureichend und als Aufforderung zur Kapitulation.

Russlands UN-Botschafter Witali Tschurkin:

“Poroschenko hat wiederholt erwähnt, dass nicht nur die ganze Welt seine Initiative begrüße, sondern auch der russische Präsident Wladimir Putin und der russische Außenminister Sergei Lawrow sein Vorhaben unterstützten.
Ich habe das eingehend geprüft und bin befugt zu sagen, dass das nicht stimmt.
Es ist verfrüht, von unserer Unterstützung für Poroschenkos Plan zu sprechen, alleine schon,weil wir ihn noch gar nicht gesehen haben.”

Bei neuen Kämpfen im ukrainischen Grenzgebiet soll ein russischer Zöllner verletzt worden sein. Moskau erwarte dafür eine Erklärung von Kiew, hieß es.

Der Krisenregion kehren immer mehr ukrainische Zivilisten den Rücken. Am Grenzübergang Izvaryne warteten mehr als 100 zum Teil voll beladene Fahrzeuge stundenlang auf den Grenzübertritt nach Russland.

Nach Angaben der Vereinten Nationen haben in den umkämpften Gebieten bereits 34 000 Menschen ihre Wohnorte verlassen.