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Ukrainische Armee auf Spenden angewiesen

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Ukrainische Armee auf Spenden angewiesen

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Viele junge Ukrainer kämpfen mittlerweile freiwillig gegen die Separatisten im Osten des Landes. Mehrere Zehntausend hatten sich für die im März gegründeten Einheiten gemeldet. Sie sind aber dringend auf Spenden angewiesen.

Wie Maxims Bruder. Er berichtet unserer Korrespondentin Maria Korenyuk, dass die Soldaten nicht das Material hätten, das sie brauchen: “Als er in die Kampfzone geschickt wurde, habe ich ihn gefragt: ‘Was hast du?’ Er hat geantwortet: ‘Ich habe etwas Munition und ein paar Waffen – das ist alles.’ – ‘Und was ist mit einer kugelsicheren Weste?’ Er antwortete: ‘Wir haben keine.’ Ich habe eine Woche gebraucht, eine Weste zu finden und sie ihm zu schicken.”

Roman arbeitet ehrenamtlich in einem Materiallager. Zusammen mit 30 anderen Freiwilligen versorgt er rund 1000 Soldaten in der Nähe von Luhansk mit dem Nötigsten. Private Spender wie beispielsweise Unternehmer und Landwirte versorgen die Soldaten mit Lebensmitteln, Medikamenten und Kleidung. Der Staat gebe den Soldaten zwar eine Maschinenpistole, ein Bett und manchmal eine kugelsischere Weste, sagt Roman, “aber 300 Soldaten bekommen nur 100 kugelsichere Westen.”

Ukrainische Hersteller können dem Verteidigungsministerium zufolge allerdings nur 250 Westen pro Tag produzieren. Doch die Armee braucht mehrere Zehntausend. Allerdings waren kugelsichere Westen bisher nur für Soldaten gedacht, die als Sicherheitskräfte auf Friedens- und Unterstützungsmissionen waren. Das waren weniger Soldaten, die nur ein paar Westen brauchten. Die Regierung habe bereits 3.000 Westen in die Ostukraine geschickt. 25.000 weitere sollen demnächst folgen.