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Hochwasser in Bulgarien - EU stellt Hilfe in Aussicht

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Hochwasser in Bulgarien - EU stellt Hilfe in Aussicht

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In Bulgariens Flutgebieten hat sich die Lage entspannt. In der Stadt Dobritsch im Nordosten des Landes begannen die Bewohner mit den Aufräumarbeiten. Doch nach einem heftigen Sturm am Samstagnachmittag standen bereits entwässerte Häuser und die Gemeindeklinik wieder unter Wasser. Tausende Menschen blieben ohne Strom.

Bei dem Hochwasser waren 14 Menschen ums Leben gekommen. Die EU-Kommissarin für Katastrophenschutz, Kristalina Georgiewa, machte den Menschen Mut: “Ich habe bereits mit EU-Kommissar Hahn gesprochen und es steht fest, dass es wichtig ist, schnell grünes Licht für Finanzhilfen zu bekommen, damit die Straßen instand gesetzt werden können und die Menschen das Gefühl haben, dass sie in dieser schwierigen Zeit nicht alleine sind.”

In der Schwarzmeerstadt Warna, die schwer getroffen wurde, sind zahlreiche freiwillige Helfer im Einsatz. Bulgariens Präsident Rossen Plewneliew, der sich ein Bild von der Lage machte, fand lobende Worte: “Ich sehe eine Nation, die solidarisch und stolz ist. In harten Zeiten packen alle mit an. Aber das Helfen ist auch Aufgabe der Behörden. Die Menschen spenden Geld und sie kommen mit Spaten und Hacken hierher. Sie arbeiten Tag und Nacht. Die Behörden müssen sich um die Organisation kümmern, sie müssen die Helfer unterstützen, damit ihre Arbeit auch wirklich etwas bringt.”

Hunderte Häuser sowie zahlreiche Straßen und Brücken wurden beschädigt. Das ärmste EU-Land benötigt nach Expertenschätzungen rund 7,5 Millionen Euro.