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Schiiten im Irak formieren sich gegen ISIL

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Schiiten im Irak formieren sich gegen ISIL

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Die Islamisten haben im Irak weiterhin große Landstriche im Norden und Westen des Landes unter ihrer Kontrolle. Tausende sind auf der Flucht. Die Terrormiliz ISIL hat vor eineinhalb Wochen die Millionenstadt Mossul eingenommen und war dann rasch in Richtung Bagdad gezogen.

Nach Angaben der Regierung haben sich inzwischen mehr als 2,5 Millionen Schiiten freiwillig zum Kampf gegen die extremistische Gruppe Islamischer Staat im Irak und in der Levante (ISIL) gemeldet. Ministerpräsident Nuri al-Maliki ordnete an, dass sie dafür monatlich umgerechnet rund 330 Euro bekommen sowie Verpflegungszulagen.

Vor den Tankstellen bildeten sich lange Schlangen. Taxifahrer Muhamed Ameen klagt: “Ich warte seit gestern. Manche stehen hier schon seit drei oder vier Tagen. Aber der Besitzer der Tankstelle bevorzugt bestimmte Leute. Er lässt ständig andere vor.”

Viele Tausend Schiiten haben angesichts des Vormarsches der Terrormiliz bei militärischen Paraden in mehreren Städten ihre Macht demonstriert. In Bagdad etwa marschierten mehrere tausend Anhänger des radikalen Schiitenpredigers Muktada al-Sadr auf.