Eilmeldung

Eilmeldung

Inoffizielles Demokratie-Referendum in Hong Kong

Sie lesen gerade:

Inoffizielles Demokratie-Referendum in Hong Kong

Schriftgrösse Aa Aa

Ein inoffizielles Referendum über mehr Demokratie in Hong Kong findet bei der Bevölkerung großen Zuspruch. Mehr als eine halbe Million Menschen beteiligten sich schon an der von der “Occupy Central”-Bewegung organisierten Volksabstimmung. Chinas Regierung verurteilte das Referendum als “illegal und ungültig”. Wegen massiver Cyber-Angriffe, deren Ursprung “definitiv in China” vermutet werden, werde die Abstimmung von drei auf zehn Tage ausgedehnt, sagte Organisator Edward Chin.

Auch die junge Frau Ho geht wählen. Sie meint: “Ich bin enttäuscht von der Regierung in Peking. Man hatte uns hier in Hong Kong versprochen, es werde der Grundsatz gelten, ein Land, zwei Systeme. Von wegen. Peking zieht die Zügel immer mehr an. Immer mehr Unterdrückung und Kontrolle. Das macht mir richtig Angst.”

Seit der Rückgabe 1997 an China genießt die ehemalige britische Kronkolonie Hong Kong nach dem Grundsatz “ein Land, zwei Systeme” zwar weitreichende Autonomie, aber nur begrenzte Demokratie. Nur die Hälfte der Abgeordneten wird heute direkt gewählt.