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Irak: Schiiten-Milizen rüsten sich gegen sunnitische Militante

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Irak: Schiiten-Milizen rüsten sich gegen sunnitische Militante

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Im Irak haben sunnitische Militante weitere Vorstöße unternommen und ihre Kontrolle über die Region entlang der irakisch-syrischen Grenze weiter konsolidiert.

Im Norden des Landes liefert sich die Allianz aus ISIL-Kämpfern und anderen sunnitischen Militanten anhaltende Gefechte mit der irakische Armee. Die irakische Militärführung veröffentlichte Luftbilder einer wichtigen Raffinerie bei Baiji, 200km nordwestlich von Bagdad, wo es zu besonders schweren Kämpfen kommen soll.

Die schiitische Milizen im Irak bereiten sich unterdessen weiter auf einen Kampfeintritt vor. In Sadr City, einem schiitischen Stadtteil von Bagdad, und im Süden des Landes marschierten am Samstag tausende Kämpfer bei Paraden.

Die Regierung des Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki hat die schiitischen Milizen um Unterstützung gebeten. Noch hält der radikale schiitische Geistliche und Milizenführer Muqtada al-Sadr seine Kämpfer aber offenbar zurück. Er wirft Ministerpräsident al-Maliki Fehlentscheidungen vor.

An der syrischen Grenzen kontrollieren ISIL-Kämpfer inzwischen den Al-Qaim-Grenzübergang und haben sich damit eine strategisch wichtige Nachschubroute gesichert. Auch auf der syrischen Seite konnten die ISIL-Kämpfer ihr Gebiet offenbar ausdehnen, oder, wie am Grenzübergang, durch lokale Zweckbündnisse stabilisieren. Der ISIL steht dort der rivalisierenden sunnitischen Nusra-Front gegenüber, dem offiziellen syrischen Arm der Al-Qaida.