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Irakische Luftwaffe bombardiert Mossul

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Irakische Luftwaffe bombardiert Mossul

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Die irakische Luftwaffe hat die von den Islamisten eingenommene Millionenstadt Mossul bombardiert. Die Bilder gaben die irakischen Streitkräfte frei. Unterdessen hat die islamistische ISIL-Miliz nach Medienberichten ihre Machtposition im Westen des Iraks gefestigt. Kämpfer der Organisation Islamischer Staat im Irak und der Levante (ISIL) hätten die Armee aus mehreren Orten im Grenzgebiet zu Syrien vertrieben, berichteten mehrere Medien übereinstimmend. Hunderttausende Iraker sind auf der Flucht. In der Hauptstadt Bagdad melden sich immer mehr Männer zum freiwilligen Dienst an der Waffe gegen ISIL. Schon an die drei Millionen haben sich laut Regierung begeistert zum Kämpfen bereit erklärt.

Der Iran unterstützt die schiitische Regierung in Bagdad im Kampf gegen die sunnitischen ISIL-Islamisten. Irans Präsident Hassan Ruhani sagte, er fordere die kämpfenden Parteien auf, wenigstens während des Ramadan die Waffen schweigen zu lassen. Auf die Pläne von US-Präsident Barack Obama im Irak reagierte Teheran kritisch. Für den Irak sollte in erster Linie eine diplomatische Lösung gefunden werden. Dazu müssten die Regierung und die nationale und religiöse Einheit des Landes gestärkt werden. Die USA bereiten sich zweieinhalb Jahre nach Ende des Kriegs im Irak auf neue Militärschläge in dem Land vor. Obama hatte am Donnerstag die Bereitschaft zu gezielten und präzisen militärischen Schritten angekündigt, um den ISIL-Vormarsch im Irak zu stoppen.