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Ukraine: Verhaltene Reaktionen auf Poroschenkos Friedensstrategie

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Ukraine: Verhaltene Reaktionen auf Poroschenkos Friedensstrategie

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Der von Kiew ausgerufene Waffenstillstand im Osten der Ukraine steht auf wackeligen Beinen. Laut der ukrainischen Regierung hätten Separatisten im Osten wenige Stunden nach Verkündung des einseitigen Waffenstillstandes erneut Armeestellungen angegriffen.

Russlands Präsident Wladimir Putin begrüßte die Initiative Kiews zwar, sagte aber, mit den Rebellen seien direkte Gespräche nötig. Poroschenko richtete sich am Samstagabend erneut über das Fernsehen an die Rebellen:

“Alle illegal bewaffneten Gruppen müssen verstehen, dass ein Waffenstillstand unsererseits nicht bedeutet, dass ukrainische Soldaten nicht zurück schießen dürfen”, warnte Poroschenko. “Alle Angriffe werden entschlossene Abgewehrt werden.”

15 Punkte umfasst der Friedensplan. Um die Saat aufgehen zu lassen, will Kiew die Waffen eine Woche lang ruhen lassen. Doch im Osten fallen Poroschenkos Worte offensichtlich nicht überall auf fruchtbaren Boden: Auch am Samstag legten in Donezk wieder rund einhundert neue Separatistenrekruten ihren Schwur ab.

Poroschenko führte zwar bereits Gespräche mit regionalen Vertretern und versprach, die russische Sprache im Osten zu respektieren. Direkt mit Rebellenanführern verhandeln will er bisher aber nicht.