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Argentinien in der Zwickmühle: Verhandlungen mit Gläubigern alter Schulden in Sicht

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Argentinien in der Zwickmühle: Verhandlungen mit Gläubigern alter Schulden in Sicht

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Argentiniens Anwälte haben einen Vorschlag für Gespräche mit den Gläubigern des Landes ausgearbeitet.
Ein New Yorker Gericht hatte Argentinien verdonnert, dem Fonds Ende Juni die geforderten 1,3 Milliarden Dollar zurückzuzahlen.
Für Argentinien eine Zwickmühle: Weigert sich das Land, etwa um die mit einem Schuldenschnitt einverstandenen Gläubiger zu bedienen, könnte das Gericht diese Überweisungen stoppen. Damit wäre der Schuldendienst eingestellt und das Land quasi pleite. Umgekehrt gesagt: Nur mit einer Einigung kann das Land an die internationalen Finanzmärkte zurückkehren.
Eine kleine Gruppe von Hedgefonds besteht auf der vollständigen Rückzahlung von Anleihen, die in den Strudel der Staatspleite von 2001 geraten waren – Staatschefin Cristina Fernandez de Kirchner nennt sie “Aasgeier.”
Über das Wochenende hatte die Kirchner-Regierung eine ganzseitige Anzeige in mehreren US-Zeitungen geschaltet, darunter im “Wall Street Journal”, in dem sie den verantwortlichen Richter Thomas Griesa kritisiert.

Argentiniens Devisenreserven waren in den letzten zwölf Monaten um knapp ein Viertel auf knapp 29 Milliarden Dollar geschrumpft – nach dem US-Urteil drohen Folge-Forderungen von 15 Milliarden Dollar.