Eilmeldung

Eilmeldung

Auf den Spuren von Matisse

Sie lesen gerade:

Auf den Spuren von Matisse

Schriftgrösse Aa Aa

Das südfranzösische Vence, mit seinen idyllischen Gassen und romantischen Gärten gilt als magischer Anziehungsort für Künstler. Meister der Moderne von Matisse über Picasso bis Chagall schufen hier. Bis heute ist Vence eine beliebte Station für Kulturreisende auf den Spuren der großen Maler. Von der ganz besonderen Beziehung zwischen der Stadt und ihren Künstlern erzählt das Museum Château de Villeneuve.

Zia Mirabdolbaghi, Museumsleiter: “Viele kamen her, weil sie diese für ihr Schaffen notwendige Vertrautheit mit den Menschen und der Umgebung suchten. Es gibt nette kleine Viertel mit Geschäften, es herrscht eine freundliche Atmosphäre.
Genau das fand Henri Matisse in der ‘Villa Le Rêve’ und ihrem Umfeld. Interessant ist, dass er diese ganz bestimmte Atmosphäre mit Tahiti verglich, so, wie er es kennengelernt hatte. Junge Frauen auf Fahrrädern, der Duft des Südens und die Vegetation. Matisse war ein sehr naturnaher Maler.”

Eines der berühmtesten Werke von Matisse in Vence ist die Rosenkranzkapelle, auch bekannt als “Chapelle Matisse”. Die auf einem Hügel liegende Kapelle enthält unter anderem Wandschmuck und Glasfenster nach Entwürfen des Künstlers. Er selbst bezeichnete sie als sein Meisterwerk.

Der gebürtige Tscheche François Franta ist viel herumgekommen in der Welt. Doch immer wieder zieht es den Künstler nach Vence.

François Franta, Bildhauer und Maler: “Ich wurde zweimal geboren, ein erstes Mal in der Tschechoslowakei und ein zweites Mal hier in Vence, vor 55 Jahren. Es gab eine Menge Künstler damals. Es gab noch Spuren von Matisse und Chagall. Ich bin Picasso begegnet und Dubuffet, auch Dufy, der vorher hier lebte.”

Turid Seljestad, eine Hobbymalerin aus Oslo, macht derzeit einen Malkurs in der “Villa Le Rêve”, dem Haus, in dem Matisse fünf Jahre lang lebte.

Turid Seljestad: “Ich verstehe, warum die Gegend so anziehend wirkt. Man spürt es sofort, wenn man herkommt, es hat mit dem Licht zu tun, das ganz besonders ist. Ich fühle mich hier geborgen!”