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Kosovo: Ausschreitungen an der Brücke von Mitrovica

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Kosovo: Ausschreitungen an der Brücke von Mitrovica

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An sich sollte die berüchtigte Brücke zwischen Serben und Kosovo-Albanern in der Stadt Mitrovica wieder frei sein: Statt dessen kocht die Stimmung auf albanischer Seite wieder hoch.

Kosovo-Polizei, EU-Polizisten und NATO-Soldaten mussten verhindern, dass die aufgebrachten Albaner auf die Serben auf der anderen Seite trafen. Etliche Menschen wurden verletzt.

Die Brücke über den Fluss Ibar ist Symbol für das faktisch gespaltene Kosovo. Sie war
seit 2011 durch Sandberge und Betonblöcke unpassierbar.

Diese Sperre wurde jetzt von den Serben beseitigt: Sie bauten aber unerwartet eine
neue Sperre auf, jetzt mit Pflanzen in Betonkübeln – genannt “Friedenspark”.

Die Bevölkerung im Kosovo ist zum übergroßen Teil albanischstämmig. 2008 erklärte
sich die serbische Provinz für unabhängig, was aber viele Länder nicht anerkennen.

Die Serben im Norden des Landes wollen mit den albanischen Kosovo-Behörden nichts zu tun haben und sind in ihrem Gebiet, das an das “eigentliche” Serbien grenzt,
faktisch weitgehend selbständig.

Dieses Verhältnis zwischen beiden Gruppen zeigt sich besonders augenfällig in Mitrovica – und dort besonders auf der nun wieder einmal umstrittenen und nach wie vor unpassierbaren Brücke.