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Mauretanischer Staatspräsident mit großer Mehrheit wiedergewählt

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Mauretanischer Staatspräsident mit großer Mehrheit wiedergewählt

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Der mauretanische Staatspräsident Mohammed Ould Abdel Aziz ist mit großer Mehrheit im Amt bestätigt worden. Nach dem offiziellen Ergebnis der Präsidentschaftswahl stimmten 81,9 % der Wähler für Abdel Aziz, der 2008 durch einen Putsch an die Macht kam und 2009 erstmals gewählt wurde.

Abdel Aziz gehört der arabischen Bevölkerungsgruppe an, die die Politik Mauretaniens lange Zeit dominiert hat. Aber auf Grund seiner Politik hat er auch in der ärmeren schwarzen Bevölkerungsmehrheit erheblich Unterstützung erfahren.

In den Armenvierteln der Hauptstadt Nuakschott bildeten sich lange Schlangen vor den Wahllokalen: “Hier hat auch Biram Dah Abeid seine Anhänger. Und Dank ihrer Unterstützung hat er fast 10 Prozent der Stimmen geschafft, ein neues Phänomen in der Geschichte Mauretaniens”, meint der euronews-Reporter.

Die Opposition hatte die Wahl weitgehend boykottiert.
Der Anti-Sklaverei-Aktivist Biram Dah Abeid kam mit 8,7 % der Stimmen auf den zweiten Platz: “Es ist eine Auseinandersetzung zwischen der herrschenden Ideologie der herrschenden Gruppen und ihrer Interessen und jener, die diese Interessen repräsentieren, und einer große Gruppe der Bevölkerung, die unter Sklaverei, Rassismus und alle Arten von Diskriminierung leidet”, erklärte Dah Abeid.

Offiziellen Angaben zufolge lag die Wahlbeteiligung bei 56 Prozent, Oppositionspolitiker sprachen von nicht mehr als 20 %.

“Diese Ergebnisse verleihen diesem Regime keinerlei Glaubwürdigkeit”, meint Oppositionsführer Mohamed Machmud Lamat.

Die Afrikanische Union, die Arabische Liga und mehrere Nachbarstaaten hatten Wahlbeobachter entsandt. Sie sprachen von einem “normalen” Urnengang ohne Zwischenfälle.

Der Leiter der AU-Beobachtermission rief die mauretanischen Politiker dazu auf, den Frieden zu wahren, der während der Wahl weitgehend geherrscht habe.