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Beweisaufnahme im Prozess um Untergang der Sewol begonnen

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Beweisaufnahme im Prozess um Untergang der Sewol begonnen

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Im Prozess um das Fährunglück vor der koreanischen Küste hat die Beweisaufnahme begonnen. Kapitän Lee Joon-seok und die vierzehn anderen überlebenden Besatzungsmitglieder wurden in Handschellen dem Bezirksgericht in Gwangju vorgeführt, um zur Anklage Stellung zu nehmen.

Dem Kapitän und drei Offizieren wird fahrlässige Tötung vorgeworfen. Die anderen Angeklagten müssen sich wegen der Verletzung von Seerechtsbestimmungen verantworten. Das Gericht beschloss, die überlebenden Schüler bei einem Ortstermin in ihrer Heimatstadt einzuvernehmen, um zusätzliche seelische Belastungen für sie zu vermeiden.

Vor über zwei Monaten war die “Sewol” vor der Südwestküste Südkoreas mit 476 Menschen an Bord gekentert. Etwa 300 Menschen kamen ums Leben. Die meisten Passagiere waren Schüler auf einem Ausflug. Kapitän und Besatzung hatten das Schiff verlassen, obwohl noch Passagiere an Bord waren.

Am Dienstag bargen Taucher die Leiche einer Schülerin. Noch immer werden elf Personen vermisst.