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Friedensplan als „erster Schritt“ – Waffenruhe in der Ukraine

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Friedensplan als „erster Schritt“ – Waffenruhe in der Ukraine

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Die Menschen im ost-ukrainischen Luhansk hoffen, dass der Friedensplan von Präsident Petro Poroschenko zur Lösung des Konflikts beiträgt. Seit Freitag gilt für die ukrainische Armee eine Waffenruhe. Die Separatisten im Osten haben sich angeschlossen.

Die einwöchige Waffenruhe für die ukrainische Armee ist einer der 15 Punkte des Friedensplans. Außerdem sieht er unter anderem vorgezogene Kommunal- und Parlamentswahlen sowie Straffreiheit für bestimmte Rebellengruppen vor.

Vertreter der Luhansker Volks-Republik kritisieren allerdings den Friedensplan selbst: “Der Friedensplan interessiert uns nicht, weil wir seine Bedingungen nicht akzeptieren können”, sagt ihr Sprecher. Die ukrainische Regierung werde selbst nach Verhandlungen ihre Armee nicht zurückziehen. “Sie hat ihre Vorschläge mit niemandem diskutiert.”

Manche Mitglieder der Milizen sehen den Plan als ersten Schritt in die richtige Richtung. “Wir denken, dass der Friedensplan eine gute Sache ist”, erklärt ein Vertreter einer Miliz. “Denn man darf nicht auf Zivilisten, Frauen und Kinder zielen und sie töten. Aber die ukrainische Armee kämpft noch immer weiter. Wir werden immer eine friedliche Lösung unterstützen.”

Die Einwohner der Stadt setzten darauf, dass sich die Situation verbessere, sagt eine Luhanskerin: „Nun haben die Kämpfe aufgehört. Alles ist friedlich. Die Leute auf der Straße können nun gucken, wohin sie laufen. Vorher haben wir immer in den Himmel geschaut, um mögliche Luftangriffe zu sehen.“

Bisher ist es allerdings noch nicht zu offiziellen Friedensgesprächen zwischen der ukrainischen Regierung und den Separatisten gekommen.