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Haftstrafe für australischen Journalisten in Ägypten - "Wir müssen Gerichtsurteile achten"

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Haftstrafe für australischen Journalisten in Ägypten - "Wir müssen Gerichtsurteile achten"

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Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi will wegen der Haftstrafen gegen Journalisten des Nachrichtensenders
Al-Dschasira International nicht bei der Justiz intervenieren.

Am Rande einer Militärzeremonie in der Hauptstadt Kairo bezeichnete das Staatsoberhaupt Ägyptens Justiz als unabhängig.

Die Reporter sollen die in Ägypten verbotene Muslimbruderschaft unterstützt haben.

Al-Sisi erklärte:
“Wenn wir uns starke staatliche Institutionen wünschen, müssen wir Gerichtsurteile achten und diese nicht kommentieren. Das gilt auch dann, wenn Andere diese Urteile nicht verstehen.”

Die australische Regierung bestellte wegen der Verurteilung des Journalisten Peter Greste den ägyptischen Botschafter in Canberra ein.

Dem Australier Greste wurden in Kairo Terrorverdacht und die Verbreitung angeblich falscher Nachrichten vorgeworfen.

Australiens Premierminister Tony Abbott:

“Wir werden jetzt keine lautstarke Diplomatie betreiben. Das wäre nicht hilfreich für Peter Greste und seine Kollegen von Al-Dschasira. Wir setzen auf ruhige, geduldige und vernünftige Gespräche mit der ägyptischen Regierung..”

Greste und seine Kollegen wurden zu Haftstrafen zwischen sieben und zehn Jahren verurteilt.
Im Zusammenhang mit den weltweit scharf kritisierten Schuldsprüchen sprach Amnesty International von einem “schwarzen Tag für die Pressefreiheit”.