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IFO: Ende der Frühlingsgefühle

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IFO: Ende der Frühlingsgefühle

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Nach dem starken Hoch im ersten Quartal des Jahres schaltet die deutsche Wirtschaft nun einen Gang zurück. Die Krisen in der Ukraine und im Irak dämpfen die eigentlich gute Stimmung in den deutschen Chefetagen. Der Ifo-Geschäftsklimaindex ging im Juni auf den niedrigsten Wert seit Dezember zurück – bewegt sich aber auch nach dem zweiten Rückgang in Folge weiter auf hohem Niveau.

Vor allem die Erwartungen an die kommenden Monate trübten sich deutlich ein. Die aktuelle Lage wurde genauso positiv bewertet wie im Mai. Insgesamt ging der Index von 110,4 auf 109,7 Punkte zurück. Vor einem Jahr lag der Wert bei 105,9.

Das sehr starke erste Quartal lässt sich so schnell nicht wiederholen”, sagte Ifo-Konjunkturexperte Jörg Zeuner. Er rechnet dennoch mit zwei Prozent Wachstum in diesem Jahr. “2015 wird es allerdings
schwer, dieses Tempo zu halten. Die Partner in Europa brauchen mehr Schwung. Alle warten dafür auf den Konsumenten und die
Investitionen.”

Seit März 2010 hält sich der Index über der psychologisch wichtigen Marke von 100 Punkten. Der Ifo-Index wird monatlich durch die Befragung von bundesweit rund 7.000 Unternehmen ermittelt.

su mit dpa