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"Kein Krimineller" - Kritik an Strafen für Journalisten in Ägypten

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"Kein Krimineller" - Kritik an Strafen für Journalisten in Ägypten

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Die Kritik an den Haftstrafen gegen drei Journalisten des katarischen Nachrichtensenders Al-Dschasira in Ägypten reißt nicht ab. Nun äußerten sich die Eltern des australischen Journalisten Peter Greste – er erhielt sieben Jahre wegen Terrorverdacht. “Dieser Mann, unser Sohn Peter, ist ein preisgekrönter Journalist. Er ist kein Krimineller”, sagt sein Vater Juris Greste bei einer Pressekonferenz in Brisbane. Sie seien entschlossen, so lange weiterzukämpfen bis er und seine Kollegen wieder frei seien.

Auch Regierungen und Menschenrechtsorganisationen kritisieren die Haftstrafen. Die australische Regierung will sich nach eigenen Angaben für eine Begnadigung Grestes beim ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi einsetzen.

Greste wurde zusammen mit dem Leiter des Al-Dschasira-Büros in Kairo, Mohamed Fadel, und dem Ägypter Baher Mohamed verurteilt. Das Gericht wirft ihnen vor, die mittlerweile verbotene Muslimbruderschaft unterstützt zu haben. Die Journalisten sehen sich als Opfer des politischen Streits zwischen Ägypten und Katar. Denn der arabische Staat unterstützt die Muslimbruderschaft.