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Wahlvorbereitung im umkämpften Libyen

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Wahlvorbereitung im umkämpften Libyen

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Trotz wachsender politischer Unruhen bereiten libysche Sicherheitskräfte die Parlamentswahl am Mittwoch vor. Es ist die zweite Wahl nach dem Tod Muammar al-Gaddafis. In Bengasi, Libyens zweitgrößter Stadt, kommt es fast täglich zu Kämpfen zwischen islamistischen Kämpfern und Soldaten des früheren Gaddafi-Generals Chalifa Haftar. Er stellt sich gegen die Islamisten und die momentane Regierung. Die Parlamentarier blockieren sich selbst und Milizen sowie einzelne Stämme herrschen über weite Teile des Landes.

Viele Menschen trauen sich deswegen nicht auf die Straße. Die Wahlkommission in Bengasi hält aber an der Wahl fest, erklärt ihr Chef Jamal Boukran. “Wenn man sich die Sicherheitslage anschaut, dann ist Bengasi ohne Zweifel in einer schwierigen Phase. Aber der Sicherheitsausschuss ist für einen ordentlichen Ablauf der Wahlen verantwortlich. Er hat mit der Wahlkommission zusammengearbeitet und die Karten geliefert, die die Standorte der Wahllokale zeigen. Sie haben versprochen 182 Wahllokale sowie die Straßen und Lager zu schützen.”

Libyens militärische Sondereinheiten erklärten, dass sie, wenn nötig, eingreifen könnten, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Unterdessen hoffen viele Anwohner, dass mit den Wahlen wieder etwas mehr Ruhe einkehrt. Sie seien es leid, was hier passiere, sagt Mohammed al-Guarshaa. “So Gott will, verläuft diese Wahl nach Plan. Wir erwarten, dass nach allem was zuletzt passiert ist, wir eine neue Grundlage schaffen können, die Menschen wieder in die Zukunft blicken und das Land sich beruhigen wird.”