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Cristina von Spanien soll auf die Anklagebank

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Cristina von Spanien soll auf die Anklagebank

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Prinzessin Cristina von Spanien droht ein Prozess wegen Geldwäsche und Steuerbetrug.

Sie soll sich gemeinsam mit Ehemann Inaki Urdangarin vor Gericht verantworten.

Nach dem Bericht eines spanischen Ermittlungsrichters könnten die Infantin und Urdangarin neben 14 weiteren Angeklagten zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt werden.

Der Sonderstaatsanwalt für Korruptionsdelikte,
Pedro Horrach, will die Entscheidung des Richters
wegen mangelnder Beweise anfechten.

Der Anwalt der Infantin, Miguel Roca Junyent, ist zuversichtlich:

“Wir vertreten die Ansicht, dass der Ermittlungsrichter nicht die Position des Finanzamtes berücksichtigt hat. Dieses hat mehrmals festgestellt, dass Cristina von Spanien nicht in illegale Aktivitäten verwickelt war.
Auch der zuständige Staatsanwalt hat mehrmals auf eine fehlende Basis für die Beschuldigungen hingewiesen.”

Urdangarin steht im Verdacht, als Präsident einer gemeinnützigen Stiftung staatliche Gelder in Höhe von mehr als sechs Millionen Euro unterschlagen zu haben.

Seine Ehefrau soll dem Finanzamt Einkünfte einer gemeinsamen Unternehmensberatung verschwiegen haben, die als Strohfirma diente.

Die Infantin hatte bereits mehrfach beteuert, sie habe von den Geschäften ihres Mannes nichts gewusst.

Eine Woche nach dem Thronwechsel in Spanien, dem unter anderem Korruptionsaffären vorausgegangen waren, droht der spanischen Monarchie im Fall eines Prozesses gegen die Infantin ein neuer Imageschaden.