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Großaktionär Etihad will Alitalia in die Gewinnzone lotsen


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Großaktionär Etihad will Alitalia in die Gewinnzone lotsen

Nach monatelangen Verhandlungen übernimmt die arabische Etihad 49 Prozent der italienischen Alitalia, so die beiden Fluggesellschaften. Zuvor schien mehrfach ein Scheitern zu drohen.

Knackpunkt war dabei vor allem, dass Etihad,
Großaktionär von Air Berlin, den Abbau eines Teils der etwa 13.000 Arbeitsplätze bei Alitalia als Bedingung für den Einstieg gestellt haben soll – 2.250 präzisierte Alitalia-Chef Gabriele Del Torchio.

Als Großaktionär mit der faktischen Kontrolle über Alitalia und Air Berlin wird Etihad in Europa endgültig zur Macht: Alitalia beförderte 2013 fast doppelt so viele Passagiere – machte aber fast das Vierfache des Ethihad-Gewinns – als Verlust.

Italiens Vorzeige-Fluggesellschaft hatte in ihrer 68-jährigen Geschichte nur paar Mal Gewinn ausgewiesen und vor der Privatisierung im Jahr 2008 zahlreiche staatliche Finanzspritzen bekommen.

Etihad Airways kauft zur Zeit weltweit Minderheitsanteile an Fluggesellschaften mit Ertragsproblemen, etwa Air Serbia (49 Prozent) und Darwin Airline/Etihad Regional (33 Prozent). Nach Passagieraufkommen sind Alitalia und Air Berlin Nummer 8 und 11 in Europa.

Etihad soll bereit sein, 560 Millionen Euro Kapital
in die italienische Gesellschaft zu pumpen. Bis 2018 plane die Fluglinie weitere 690 Millionen Euro an Investitionen, so die Regierung in Rom. 2017 heißt die Schallmauer zum erstenmal seit 2002 Gewinn.

Der Einstieg muss noch von den Kartellbehörden genehmigt werden.

su mit Reuters, dpa

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