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Israel bringt verschwundene Teenager vor UN-Menschenrechtsausschuss

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Israel bringt verschwundene Teenager vor UN-Menschenrechtsausschuss

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Bei einem israelischen Luftangriff auf den Gazastreifen sind in der Nacht ein dreijähriges palästinensisches Mädchen getötet und mehrere Personen verletzt worden. Die israelische Luftwaffe erklärte, sie habe das Haus nicht angegriffen, vielmehr sei eine palästinensische Rakete auf das Gebäude gefallen.

In Genf forderte die Mutter eines der verschwundenen israelischen Teenagers den Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen auf, bei der Suche nach den Teenagern zu helfen:

“Es ist falsch, Kinder zu entführen und unschuldige Kinder zu Instrumenten irgendeines Kampfes zu machen. Das ist grausam. Hat nicht jedes Kind ein recht, sicher von der Schule nach Hause zu kommen? Wir wollen nur unsere Kinder zurück”, sagte Rachel Fraenkel.

Eine Vertreterin arabischer Frauen erwiderte anschließend, würden alle Mütter palästinensischer Kinder, die von israelischen Soldaten getötet wurden, erscheinen, wäre in diesem Raum kein Platz. Man habe in den vergangenen zwei Woche das Schicksal dieser israelischen Familien politisch missbraucht, um die israelische Besatzungspolitik zu rechtfertigen.

Die drei Schüler einer jüdischen Religionsschule hatten ihre Siedlung bei Bethlehem an einem Abend per Anhalter verlassen und sind seitdem nicht mehr gesehen worden. Israel beschuldigt die Hamas, die Teenager entführt zu haben. Die Hamas erklärte, sie habe keine Informationen über den Aufenthaltsort der drei. Bei den israelischen Militäroperationen nach dem Verschwinden der Teenager sind bislang sechs Palästinenser getötet worden.