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Parlamentswahl in Libyen vor Hintergrund anhaltender Gewalt

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Parlamentswahl in Libyen vor Hintergrund anhaltender Gewalt

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Fast drei Jahre nach dem Sturz von Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi wählen die Libyer zum zweiten Male ein Parlament. Es ist erneut nur ein Übergangsparlament. Diesmal haben sich lediglich 1,5 Millionen Wähler registrieren lassen. Das sind deutlich weniger als die 2,7 Millionen bei der ersten Wahl. Die Wahl findet vor dem Hintergrund anhaltender Machtkämpfe zwischen einflussreichen Stämmen und Milizen statt. Immer wieder behindern Aufständische die lebenswichtigen Ölexporte. In Ostlibyen bekämpft ein pensionierter General gegen Islamisten. Auf dem Flughafen von Istanbul trafen 286 türkische Gastarbeiter ein, die der General aufgefordert hatte das Land zu verlassen.

“Ich habe fast ein Jahr in Sirte gearbeitet. In den vergangenen Tagen wurden wir aufgefordert, das Land zu verlassen, anderenfalls hätte man uns getötet”, berichtet ein Rückkehrer.

1628 Kandidaten bewerben sich um einen der 200 Sitze im Parlament. 30 Sitze sind Frauen vorbehalten. Das scheidende Parlament wurde von der islamistischen Muslimbruderschaft dominiert.

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