Eilmeldung

Eilmeldung

Angst vor der Zukunft: Irakische Christen auf der Flucht vor ISIL

Sie lesen gerade:

Angst vor der Zukunft: Irakische Christen auf der Flucht vor ISIL

Schriftgrösse Aa Aa

Mehrere Tausend Christen sind vor den Dschihadisten des “Islamischen Staates im Irak und der Levante” (ISIL) in die kurdische Stadt Erbil geflohen. Dort leben sie nun in einem Sportzentrum in Ankawa, dem christlichen Gebiet der Stadt. ISIL hatte ihre Dörfer in der Nähe von Mossul im Norden des Irak angegriffen.

Viele Menschen kamen früh morgens an – nach einer Nacht ohne Schlaf. Mit der zunehmenden Tageshitze und immer mehr Flüchtlingen steigt die Temperatur in der Notfallunterkunft immer weiter. Viele Flüchtlinge sind auch verletzt und brauchen neben Wasser medizinische Versorgung.

Sicher sei es fast nirgendwo für die Christen im Irak, berichtet ein kurdischer Politiker. “Die einzigen sicheren Orte für Christen sind in den kurdischen Autonomiegebieten.” Vor allem im mittleren und südlichen Irak drohe ihnen Gewalt.

Einige Christen werden in dem Sportzentrum bleiben, andere werden in Schulen unterkommen. Viele wollen jetzt das Land verlassen, berichtet ein Flüchtling. “Hier sind viele Menschen, die in dieser Lage auswandern wollen. Denn die Zukunft ist unsicher, vor allem für uns als christliche Minderheit. Wir wissen nicht, wie es weitergehen soll.”