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Bitcoins in China: Unten durch, aber längst nicht tot

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Bitcoins in China: Unten durch, aber längst nicht tot

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Regierung und Zentralbank sind zwar gegen uns. “Aber wir sind noch da,” ist die Botschaft der Anhänger der virtuellen Währung “Bitcoin” in China. Ende 2013 hatte Chinas Zentralbank Bitcoins als “virtuellen Rohstoff” bezeichnet – nicht als Währung. Ist das nicht gefährlich, gegen den Strom zu schwimmen?

“Verboten ist es nicht, was wir tun”, sagt Bobby Lee, Gründer von BTC China in Shanghai, angeblich seit Ende 2013 die Bitcoin-Börse mit dem größten Handelsvolumen weltweit,“so tickt China eben.”

Bobby Lee:

“Mit Bitcoins zahlen – das ist in China sehr schwer, aus zwei Gründen. Nummer eins ist, dass die Regierung Nutzer entmutigt oder Zahlungen verbietet. Ob sie damit durchkommt ist eine andere Frage. Also zögern viele Händler, Bitcoins zu akzeptieren. Und Nutzer können mit Bitcoins nichts kaufen. Das ist irgendwie ein Henne-Ei-Problem.”

Henne wie Ei haben enorm zu kämpfen, seit Anfang 2014 Mt Cox pleite ging, einer der wichtigsten Handelsplätze für Bitcoins in Tokio – vor allem wegen Sicherheitslücken und begleitet von erheblichen Wertschwankungen der künstlichen Währung.

Bitcoins seien nach wie vor stark in China, nur eben nicht beim Endverbraucher, sagt Lee.

Der hat nun vielleicht in London eine Chance:

Seit Oktober gibt es eine Maklerfirma namens Cai-Capital, die akzeptiert Bitcoins für Immobilienkäufe.

“China ist für uns ein großer Markt,” sagt Firmenchef Richard Mathieson vieldeutig, “ganz einfach wegen der Devisenverkehrsbeschränkungen.”

su mit Reuters