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Christliche Iraker: "Es gibt null Sicherheit"

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Christliche Iraker: "Es gibt null Sicherheit"

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Mehrere tausend Christen haben in der kurdischen Hauptstadt Erbil Zuflucht vor den vorrückenden Dschihadisten des “Islamischen Staates im Irak und der Levante” (ISIL) gesucht. Während die Flüchtlinge von den Kurden am Stadtrand kontrolliert werden, ziehen Peschmerga aus Kirkuk an die Front.

“Es gibt null Sicherheit. Die ISIL hat Karakosh Al- Hamdinja mit Raketen angegriffen. Alle sind aus Al-Hamdinja geflohen. Wir haben keinen Soldaten gesehen. Es gibt keine Kontrollpunkte, keine Soldaten, keine Beamten, nichts. Wir haben unsere Sachen gepackt und sind geflohen. Mein Auto hat die ISIL mir abgenommen”, berichtet Jozef Wadea.

In Baidschi halten die Kämpfe um die größte Ölraffinerie des Iraks an. Mit Hubschraubern wurden Verstärkungen für die Regierungstruppen auf das Raffineriegelände eingeflogen. Stammesführer aus der Umgebung haben ISIL und irakischer Regierung vorgeschlagen, die Kontrolle über den Komplex zu übernehmen, wenn sich die Regierungstruppen zurückziehen. Die ISIL brachte ein weiteres Ölfeld unter ihres Kontrolle.

In Basra, im schiitischen Kernland am Schatt al Arab, folgten mehrere hundert Freiwillige dem Aufruf des höchsten schiitischen Geistlichen, und meldeten sich für den Kampf gegen die sunnitischen ISIL-Dschihadisten.

Nach Angaben des irakischen Ministerpräsidenten Nuri Al-Maliki hat die syrische Luftwaffe in der vergangenen Woche Stellungen der ISIL innerhalb des Irak angegriffen. Maliki sagte, er habe nicht um diese Angriffe gebeten, begrüße sie aber.