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Irak: Al-Maliki hält politische Lösung für notwendig

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Irak: Al-Maliki hält politische Lösung für notwendig

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Der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki hat erstmals öffentlich die Notwendigkeit einer politischen Lösung zur Stabilisierung seines Landes ins Auge gefasst. Nach einem Gespräch mit dem britischen Außenminister William Hague in Bagdad sprach sich Al-Maliki vage für die Bildung einer Regierung unter Beteiligung aller ethnischen Gruppen aus.

Auch der radikale schiitische Geistliche Muqtada al-Sadr forderte die schnelle Bildung einer Regierung mit neuen Gesichtern: “Erstens, die Kämpfe und der Terror gegen Zivilisten müssen aufhören. Zweitens rufe ich die irakische Regierung auf, die legitimen Forderungen der Sunniten zu berücksichtigen, die gelitten haben und an den Rand gedrängt wurden”, so Al-Sadr.

Seine Anhänger hat Al-Sadr dennoch in Kampfbereitschaft gegen den Vormarsch der sunnitischen Extremisten versetzt. Am kommenden Dienstag soll das irakische Parlament mit der Bildung einer neuen Führung beginnen.

Medienberichte, wonach auch Syrien mit Luftangriffen direkt im Irak interveniert habe, erwiesen sich unterdessen als falsch – sie beruhten offenbar auf einer falschen Übersetzung einer Aussage Al-Malikis. Dieser hatte die syrischen Luftangriffe lediglich als Unterstützung gegen ISIL begrüßt. Videoaufnahmen des Gebiets zeigen den durch ISIL besetzten Grenzübergang al-Kaim nach einen Luftangriff, aber auf syrischer Seite.