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Mutmaßlicher Attentäter von Brüssel sträubt sich gegen Auslieferung


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Mutmaßlicher Attentäter von Brüssel sträubt sich gegen Auslieferung

Einen Monat nach dem Anschlag auf das Jüdische Museum in Brüssel mit vier Toten hat ein Gericht in Versailles bei Paris die Auslieferung des mutmaßlichen Attentäters an Belgien angeordnet.

Der Franzose Mehdi Nemmouche soll wegen des Vorwurfs von Morden in einem terroristischen Zusammenhang überstellt werden.

Die belgische Justiz hatte einen entsprechenden europäischen Haftbefehl eine Woche nach dem Anschlag ausgestellt.

Der Anwalt von Nemmouche, Apolin Pepiezep, erklärte in Versailles:

“Nemmouche ist überzeugt, dass sein Prozess in Frankreich stattfinden kann. Darüber hinaus hat er eine Garantie verlangt, sollte er an die belgische Justiz überstellt werden. Ich glaube nicht, dass er diese Garantie erhalten hat.

Möglicherweise will Nemmouche mit der vom Anwalt genannten Garantie eine weitere Auslieferung von Belgien nach Israel verhindern.

Der 29-jährige Franzose algerischer Abstammung soll vor dem Attentat als Dschihad-Kämpfer in Syrien gewesen sein.

In seinem Gepäck wurde bei der Festnahme in Marseille neben Schusswaffen eine Flagge der Terrorgruppe ISIL gefunden.

Bei dem Anschlag im Jüdischen Museum kamen ein israelisches Touristenpaar, eine Französin und ein Belgier ums Leben.

Das Attentet löste weltweit Entsetzen und Furcht vor Anschlägen von Dschidaihsten in Europa aus.

Nemmouche hat nun drei Tage Zeit, Revision gegen die Auslieferung nach Belgien einzulegen.

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