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Shaqiri-Gala fürs Achtelfinale: Schweiz nun gegen Messi

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Shaqiri-Gala fürs Achtelfinale: Schweiz nun gegen Messi

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Die Schweiz gewann im letzten Gruppenspiel mit 3:0 gegen Honduras und trifft im Achtelfinale der Fußballweltmeisterschaft auf Argentinien, das dank Lionel Messi gegen Nigeria gewann. Nach zwei Siegen kam Frankreich im Maracana gegen Ecuador unterdessen nicht über ein 0:0 hinaus. Frankreich trifft im Achtelfinale nun auf Nigeria, die Südamerikaner sind ausgeschieden.

Ecuadors Antonio Valencia sah in der 50. Minute wegen groben Foulspiels die rote Karte, Frankreichs Trainer Didier Deschamps hatte seine Elf im Vergleich zum Sieg über die Schweiz auf sechs Positionen geändert.

Es war der große Auftritt des Xherdan Shaqiri: Gegen Honduras erzielte der 22-Jährige alle drei Treffer und schoss die Schweiz damit ins Achtelfinale. Am Dienstag trifft die Nati in Sao Paolo auf Argentinien und Superstar Lionel Messi.

Der Endstand in Gruppe E: Frankreich und Schweiz belegen die ersten beiden Plätze, Ecuador und Honduras fahren nach Hause.

Messi für Argentinien und Ahmed Musa für Nigeria trafen doppelt, den entscheidenden Treffer markierte Marcos Rojo. Argentinien gewann mit 3:2, doch auch Nigeria ist weiter.

Der Iran verlor gegen Bosnien und Herzegowina mit 1:3 und ist ausgeschieden. Für die Bosnier war bereits vor dem letzten Spiel der Zug in Richtung Achtelfinale abgefahren, der Sieg zum Abschluss war also nur noch für die Galerie.

Die Situation in Gruppe F sieht nach dem dritten und letzten Spieltag folgendermaßen aus: Argentinien ist ohne Punktverlust Erster und nächster Gegner der Schweiz, Nigeria zieht ebenfalls in die KO-Runde ein und trifft auf Frankreich.

Nur 90 Minuten ist Algerien davon entfernt, Geschichte zu schreiben: Die Nordafrikaner könnten erstmals bei einer Weltmeisterschaft die Gruppenphase überstehen. Benötigt wird dafür ein Sieg gegen Russland oder ein Unentschieden, wenn denn auch Südkorea und Belgien mitspielen.

Deutschland trifft im letzten Spiel der Gruppe G auf die Vereinigten Staaten. US-Trainer Jürgen Klinsmann gegen seinen ehemaligen Assistenten Joachim Löw – das sorgt für zusätzliche Würze.

Es gebe keine Absprache mit seinem ehemaligen Chef, sagte Löw. Denn immerhin würde eine Punkteteilung Deutschen und Amerikanern zum Weiterkommen verhelfen. Spiele man auf ein Unentschieden, gehe das meistens schief, meint der Bundestrainer. Personelle Sorgen plagen die DFB-Elf nicht, auch die Mittelfeld-Diskussion um Kapitän Philipp Lahm würgten die Trainer ab.

Fünf Spieler im US-Aufgebot sind in Deutschland aufgewachsen, auch Berti Vogts, der den DFB zu dessen bislang letzten großen Titel (Europameister 1996) führte, gehört als Berater zum Stab. Natürlich sei das Spiel gegen sein Heimatland etwas Besonderes, so Klinsmann. “Wir haben das Selbstvertrauen, Deutschland zu schlagen”, sagt er.

Im zweiten Spiel der Gruppe G duellieren sich Portugal und Ghana.

Drei Mal, 1982, 86 und 2010, war die Weltmeisterschaft für die algerische Nationalmannschaft jeweils nach der Vorrunde beendet. In diesem Jahr bietet sich den Nordafrikanern die große Chance: Mit Platz zwei und drei Punkten befindet man sich auf Kurs in Richtung Achtelfinale.

Doch die Russen wollen auch in Brasilien bleiben. Dafür muss die Mannschaft von Fabio Capello Algerien schlagen. Überzeugen konnte Russland bisher nicht. Ein Punkt aus zwei Partien, ein margeres Törchen – da muss gegen Algerien mehr kommen.

Dass Italien zum zweiten Mal in Folge das Achtelfinale einer Weltmeisterschaft verpasste, gleicht einem Erdbeben. Trainer Cesare Prandelli zog die Konsequenzen und trat zurück.

Er übernehme die volle Verantwortung für das sportliche Abschneiden, sagte Prandelli unmittelbar nach der 0:1-Niederlage gegen Uruguay und nahm seinen Hut. Verbandspräsident Giancarlo Abete schloss sich an und erklärte ebenfalls seinen Rücktritt.

Auch auf der Bank der Elfenbeinküste hat künftig ein neuer Mann das Sagen. Der Franzose Sabri Lamouchi wird seinen Vertrag nicht verlängern. Seine Mannschaft verpasste in Gruppe C mit einem Sieg und zwei Niederlagen das Achtelfinale.

Und weiter mit dem bunten Trainer-wechsel-dich-Spiel: Auch Japans Nationalcoach Alberto Zaccheroni tritt zurück. Japan schied mit nur einem Punkt aus dem Turnier aus.

Der Biss des Uruguayers Luis Suarez ist DAS Thema bei der Weltmeisterschaft. Es ist nicht das erste Mal, dass der Torjäger zuschnappt. Die FIFA ermittelt, Suarez könnte zumindest das Achtelfinale gegen Kolumbien verpassen oder länger gesperrt werden.

“Die Disziplinarkommission ist sich der Dringlichkeit dieser Angelegenheit bewusst und untersucht alle Aspekte, um so bald wie möglich eine Entscheidung zu treffen, vor allem auch, weil Uruguay noch im Turnier ist”, sagte FIFA-Sprecherin Delia Fischer.

Suarez hatte im Spiel gegen Italien am Dienstag seinem Gegenspieler Giorgio Chiellini in die Schulter gebissen. Schon zwei Mal – 2010 und 2013 – wurde Suarez wegen ähnlicher Vergehen gesperrt.