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Afghanistan: friedliche Proteste gegen Wahlmanipulation

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Afghanistan: friedliche Proteste gegen Wahlmanipulation

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In der afghanischen Hauptstadt Kabul haben erneut Tausende gegen die ihrer Meinung nach gefälschte Stichwahl vom 14. Juni demonstriert. Unter ihnen der ehemalige Außenminister Abdullah Abdullah. Im ersten Durchgang der Präsidentenwahl hatte er 45 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereint, während Gegenkandidat Aschraf Ghani bei 31 Prozent landete. Im zweiten Durchgang soll Abdullah ihm nun deutlich unterlegen sein.
Dieser hatte daraufhin einen Stopp der Stimmenauszählung und Unterstützung durch die UNO gefordert. Er wirft Hamid Karsai vor die Wahlen manipuliert zu haben.
Einer der Demonstranten erklärte: “Hamid Karzai ist noch der gewählte Präsident Afghanistans  wir fordern ihn auf, die Realität zu akzeptieren. Von der internationalen Gemeinschaft fordern wir Unterstützung für die ganze afghanische Nation anstatt für einen einzelnen.” Die Kundgebungen verliefen friedlich. Trotzdem warnen internationale Beobachter vor einer Eskalation, insbesondere weil die Nato-geführte internationale Schutztruppe bis Ende des Jahres aus Afghanistan abziehen wird. Das offizielle Endergebnis der Stichwahl soll am 2. Juli bekanntgegeben werden.