Eilmeldung

Eilmeldung

Gazprom droht Westen mit geringeren Gaslieferungen

Sie lesen gerade:

Gazprom droht Westen mit geringeren Gaslieferungen

Schriftgrösse Aa Aa

Gazprom-Chef Alexey Miller hat Westeuropa mit eingeschränkten Gaslieferungen gedroht, wenn es die Ukraine mit russischem Gas beliefert.

Nach Angaben von Naftogaz-Chef Andrij Kobolew sind europäische Firmen bereit, der Ukraine das Gas “billig” zu verkaufen. Gazprom hat solche Gaslieferungen für illegal erklärt.

Moskau hatte der Ukraine Mitte Juni den Gashahn zugedreht und will das Nachbarland nur noch gegen Vorkasse beliefern.

Gazprom-Chef Alexey Miller:

“Unser russisches Gas ist jetzt in der Ukraine, die Ukraine nutzt unser russisches Gas als wäre es ihres. Es gibt keine Flussumkehr der Gasströme … Ich meine, es könnte aber bald der Moment kommen, wo wir wahrscheinlich die Gaslieferungen an die Europäischen Gasmessstellen einschränken, wenn wir sehen, dass es einen Rückfluss gibt.”

Laut Ministerpräsident der Ukraine, Arseni Jazenjuk, sind Rückflüsse in einer Größenordnung von 15 Milliarden Kubikmetern Gas möglich.

Die Ukraine verbraucht jährlich rund 30 Milliarden Kubikmeter und hat im Moment rund 14 Milliarden Kubikmeter gespeichert.

Gazprom pumpte 2013 knapp 163 Milliarden Kubikmeter Gas nach Europa und in die Türkei, 16,3 Prozent mehr als 2012 – laut Gazprom so viel wie nie zuvor.

2009 hatte der russisch/ukrainische Gasstreit
zu Lieferproblemen im Westen geführt.

su mit Reuters, dpa