Eilmeldung

Eilmeldung

Fußball in den USA: Leichtes Fieber

Sie lesen gerade:

Fußball in den USA: Leichtes Fieber

Schriftgrösse Aa Aa

Fußball hat keinen leichten Stand in den USA. Das Spiel, das dort Soccer heißt, läuft weit hinter Sportarten wie Basketball, Baseball oder Eishockey. Doch etwas scheint sich in diesem Jahr geändert zu haben. Mit dem Einzug der US-Mannschaft ins Achtelfinale der WM hat eine Art Fußball -, verzeihung: Soccer-Fieber weite Teile der Vereinigten Staaten erfasst. Doch auch wenn mehr Menschen als früher mitfiebern, Fußball bleibt weiterhin eine Randsportart.

Der Sportjournalist Noah Frank hat dafür eine Erklärung: “Große Baseball-Stars machen 20 Millionen Dollar und mehr im Jahr. Auch in der Fußball-Liga gibt es gutverdienende Spieler, aber das durchschnittliche Fußballer-Gehalt liegt bei ungefähr 36.000 Dollar im Jahr, kaum genug, um davon in den meisten Städten, wo die Jungs spielen, zu leben.”

Im Schnitt schauen derzeit gut 20 Millionen Menschen in den USA ihrem Team in Brasilien bei der Arbeit zu. Die Partie gegen Portugal dürfte mit rund 25 Millionen Zuschauern am Schirm das bisher meistgesehene Fußballspiel der US-Geschichte sein.

“Fußball hat in den Vereinigten Staaten nach wie vor einen Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen Profisportarten, und das ist das Geld. Baseball, Basketball, Eishockey oder American Football sind Multi-Milliarden-Dollar-Geschäfte, die den Markt dominieren. Aber vielleicht wird WM-Begeisterung das ändern.”