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USA wollen sich von Landminen verabschieden

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USA wollen sich von Landminen verabschieden

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Landminen gehören zu den wohl perfidesten Waffen. Eingegraben in der Erde, töten oder verstümmeln sie ihre Opfer teils noch Jahre, nachdem ein Konflikt vorbei ist. 161 Länder sind inzwischen der Konvention zum Verbot von Landminen beigetreten, die USA gehört zu den Ausnahmen. Doch das soll sich ändern: Washington will Anti-Personen-Minen aus seinen Waffenarsenalen streichen und auch keine solche Minen mehr herstellen oder kaufen. Langfristiges Ziel Washingtons ist es, der Anti-Minen-Konvention beizutreten.

John Kirby, Pressesprecher des Pentagon, sagte: “Wir haben einen einsetzbaren Bestand von etwas mehr als 3 Millionen Anti-Personen Minen in unseren Lagern. Die Minen sind beschränkt haltbar, wir gehen davon aus, dass die Verringerung ihrer Einsatzfähigkeit in etwa zehn Jahren beginnt, und nochmal zehn Jahre später sind sie dann unbrauchbar.”

Seit Inkrafttreten des Anti-Minen-Vertrags vor 15 Jahren ist die Zahl von Minenopfern deutlich gesunken, wie die Organisation Handicap International mitteilte. Dennoch, so heißt es im aktuellen Bericht der Organisation, kommen noch immer fast 4000 Menschen pro Jahr durch Minen ums Leben oder werden durch sie verletzt.