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Experten schlagen Alarm: Ebola-Epidemie breitet sich aus

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Experten schlagen Alarm: Ebola-Epidemie breitet sich aus

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Seit Februar wütet in Teilen Westafrikas eine Ebola-Epidemie. Die Weltgesundheitsorganisation spricht von rund 400 Toten, die Dunkelziffer ist höchstwahrscheinlich höher. Die Helfer sind völlig überfordert, die Menschen verängstigt. In Sierra Leone fliehen die Menschen aus den betroffenen Regionen und fördern so die Verbreitung der Epidemie.

Isata kam in Freetown bei Familienangehörigen unter: “Ich habe Daru wegen des Ebola-Ausbruchs verlassen. Viele Menschen dort, auch Mitglieder meiner Familie sind gestorben. Eine Krankenschwester, die sich um den Leichnam ihrer Mutter kümmerte, starb. Und die Männer, die sie dann begruben, starben auch.”

Experten warnen, die Epidemie sei außer Kontrolle. Ein Grund ist, dass viele Menschen sich der Gefahr nicht bewusst sind und den häufig in futuristische Schutzanzüge gehüllten Ärzten nicht vertrauen. “Wenn jemand Symptome aufweist, dann sollte er zu uns kommen. Denn wenn jemand an Ebola stirbt, wird seine Familie es verheimlichen und den Leichnam selbst beerdigen. Doch die Toten sind noch ansteckender als die Lebenden, die an dem Virus erkrankt sind. Wenn eine Familie einen Ebola-Toten also selbst beerdigt, werden sich danach zehn weitere Menschen angesteckt haben,” so Dr. Shek Moar Khan.

Die Regierung in Sierra Leone gab mittlerweile eine Warnung an die Bevölkerung aus: Wer einen Ebola-Kranken verstecke oder jemanden beerdige, der an dem Virus gestorben sei, mache sich strafbar.