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Ukraine: OSZE-Beobachter frei - Kräftemessen geht weiter

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Ukraine: OSZE-Beobachter frei - Kräftemessen geht weiter

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In der Ostukraine ist nun auch die zweite Gruppe internationaler OSZE-Beobachter wieder frei. Sie waren seit Ende Mai von den prorussischen Separatisten festgehalten worden. Unter den Beobachtern ist auch eine Deutsche. Die erste Gruppe war in der Nacht zu Freitag freigekommen. Die Separatisten hatten die Freilassung zuvor angekündigt, sie ist Teil des Friedensplans des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko.

Der selbsternannte Regierungschef von Donezk, Alexander Borodaj sagte: “Wir haben unsere Verpflichtungen erfüllt und alle OSZE-Beobachter freigelassen. Das war nicht einfach, da sie nicht bei Kommandeuren waren, die wir kontrollieren, aber wir haben ihre Freilassung sichergestellt.”

Derweil weigern sich einige Separatisten, die Grenzposten, die sie unter Kontrolle haben, an die ukrainische Armee zurückzugeben. Außerdem brachten prorussische Rebellen bei Donezk eine Station der Nationalgarde unter ihre Gewalt, sie setzten die anwesenden ukrainischen Gardisten fest.

Wladimir Makowitsch, einer der Rebellen-Chefs, stellte die Festgesetzten vor die Wahl, entweder nach Hause zu gehen, oder sich in den Dienst der Separatisten zu stellen. Ein Handvoll Nationalgardisten schloss sich den Separatisten an, die meisten entschieden sich allerdings dafür, nach Hause zu gehen -sicher zur Erleichterung ihrer Angehörigen, von denen einige vor der Basis auf Nachrichten warteten.