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Beschuss in der Ostukraine: Russischer Journalist getötet

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Beschuss in der Ostukraine: Russischer Journalist getötet

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Der russische Journalist Anatoli Klian ist im Osten der Ukraine von einem Schuss tödlich getroffen worden.

Klian hatte Familienangehörige von ukrainischen Soldaten in einem Bus begleitet und Gespräche aufgezeichnet, als das Fahrzeug in der Region Donezk unter Beschuss geriet.

Laut mehreren russischen Medien feuerten ukrainische Truppen auf den Bus.

Der Journalist des staatlichen russischen TV-Senders “Erster Kanal” filmte die Attacke, obwohl er offenbar bereits in den Bauch getroffen worden war.

Klians Aufnahmen zeigen, dass der Busfahrer eine Schussverletzung im Nackenbereich erlitt.

Anschließend bat der schwer verletzte Klian einen Mitreisenden, weiterzufilmen.

Die anderen Passagiere des Busses blieben offenbar unverletzt.

“Wir haben nach einem Auto Ausschau gehalten, das ihn zu einer Klinik in der Nähe bringen könnte,” schildert dieser Kollege Klians. Und weiter: “Als wir ihn aus dem Bus herausbrachten, drehte er seinen Kopf und seine letzten Worte waren: “Die Kamera, die Kamera”.”

Das russische Außenministerium forderte Kiew auf, das Verbrechen aufzuklären und die Schuldigen zu bestrafen.

Die ohnehin brüchige Waffenruhe sei damit erneut verletzt worden,
kritisierte das Außenministerium.

Die von dem ukrainischen
Präsidenten Petro Poroschenko ausgerufene Feuerpause endet Montag abend.

(Russland hat eine nochmalige Verlängerung gefordert.