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Flüchtlingschaos in Berlin

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Flüchtlingschaos in Berlin

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Der Berliner Stadtteil Kreuzberg ist für seine Multikulturalität bekannt. Mitten im Schmelztiegel der Kulturen ist die ehemalige Gerhart-Hauptmann-Schule. Das Gebäude in der Ohlauer Straße wird nicht mehr benutzt, vor rund zwei Jahren begannen Flüchtlinge aus aller Welt, sich darin zu installieren. In der Schule lebten junge Heimatlose, aber auch Großfamilien mit Kindern und Großeltern, Seite an Seite. Unter den Bewohnern waren junge Männer, die sich durch Drogengeschäfte im nahegelegenen Görlitzer Park über Wasser hielten, aber auch Menschen, die nach Deutschland gekommen waren, um hier Arbeit und ein besseres Leben zu finden.

Seit etwa einer Woche sind die Straßen rund um die Schule von der Polizei abgesperrt, hunderte Beamte halten sich dort in Stellung. Am vergangenen Dienstag hatte die Polizei versucht, die Schule zu räumen. Ein Großteil der rund 250 Bewohner verließ das Gebäude freiwillig, 45 Flüchtlinge verschanzten sich aber in der Schule und weigern sich zu gehen, so lange sie kein Bleiberecht bekommen.

Die Polizei forderte nun vom Bezirk Kreuzberg eine Entscheidung: Sollte dieser die gewaltsame Räumung nicht anordnen, wollen sich die Beamten bis Dienstagnachmittag zurückziehen und alle Barrikaden abbauen.