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17 Prozent in einer Woche: Zahl der Ebola-Infektionen in Westafrika steigt weiter

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17 Prozent in einer Woche: Zahl der Ebola-Infektionen in Westafrika steigt weiter

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Das Ebola-Virus breitet sich weiter in Westafrika aus. Die Weltgesundheitsorganisation zählte Anfang der Woche 759 bekannte Infektionsfälle, von denen bislang 467 tödlich verlaufen seien. Ein Anstieg um 17 Prozent innerhalb einer Woche. Die Dunkelziffer dürfte noch weit höher liegen.

Damit ist der Ebola-Ausbruch in Westafrika der bisher heftigste in der Geschichte des seit 1976 bekannten Virus. Betroffen sind bislang vor allem Guinea, Liberia and Sierra Leone. Die Experten befürchten eine Ausbreitung auf weitere angrenzende Länder.

Denn viele Menschen misstrauen den medizinischen Helfern in ihren Schutzanzügen, verlassen verängstigt ihre Quarantäne-Betten, verstecken infizierte Angehörige oder begraben Tote mit bloßen Händen.

Andere flüchten vor der Krankheit und tragen das Virus in bisher nicht betroffene Gebiete. “Ich bin aus Daru weggerannt, weil es da einen Ebola-Ausbruch gibt”, so eine Frau. “Viele Menschen sind da schon gestorben, und viele aus meiner Familie. Eine Krankenschwester, die bei ihrer toten Mutter war, ist gestorben. Die Männer, die sie begraben haben, sind am Montag auch gestorben.”

Gegen das hochansteckende Virus, das durch Körperflüssigkeiten übertragen wird, gibt es keine Medikamente. Die Inkubationszeit beträgt zwischen zwei Tagen und drei Wochen.

Die weitaus schwierigste Aufgabe sei, die Menschen der betroffenen Gemeinden aufzuklären und vom Sinn der Schutzmaßnahmen zu überzeugen, so die Experten der Weltgesundheitsorganisation.