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Kämpfe ums Kalifat: "Das ist kein Gottes-, das ist ein Terror-Staat"

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Kämpfe ums Kalifat: "Das ist kein Gottes-, das ist ein Terror-Staat"

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Nach der Ausrufung eines Kalifats im Irak durch die islamistischen Kämpfer rechnen viele Experten mit langanhaltender Gewalt. Nicht nur westliche Politiker sind besorgt, auch islamische Gelehrte aus aller Welt lehnen das Kalifat für den Irak und Syrien, ab. Dieses wollen die Anführer von ISIL, das steht für “Islamischer Staat im Irak und der Levante“. Die Gruppierung nennt sich inzwischen nur noch IS.

Die USA wollen mindestens 200 weitere Soldaten in den Irak schicken. Russland unterstützt die irakische Armee mit Flugzeugen.

Jordanien hat offiziell um Hilfe gegen den islamistischen Vormarsch gebeten. Ein jordanischer Experte befürchtet, dass sich die Islamisten jetzt auch untereinander bekämpfen und dass die, die sich nicht hinter den neuen Kalifen Abu Bakr Al Baghdadi stellen, von seinen Anhängern getötet werden.

Auch in Baghdad will offenbar kaum jemand das islamistische Kalifat. “Das ist kein Gottesstaat, das ist ein terroristischer Staat”, meint ein Bewohner der irakischen Hauptstadt.

Mehr als 2.000 Menschen sind bei den Kämpfen im Irak allein im Juni getötet worden. Die Regierungstruppen bereiten sich auf weitere Gefechte vor und wollen vor allem die strategisch wichtige Stadt Tikrit zurückerobern.