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Putin will Wirtschaftsbeziehungen mit Europa stärken und gibt Poroschenko Schuld am Blutvergießen

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Putin will Wirtschaftsbeziehungen mit Europa stärken und gibt Poroschenko Schuld am Blutvergießen

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Kremlchef Wladimir Putin hat vor russischen Diplomaten in Moskau die Wiederaufnahme der Kämpfe in der Ostukraine bedauert. Mit seiner Entscheidung, die Kampfhandlungen wieder aufzunehmen, habe der ukrainische Präsident Petro Poroschenko nun die volle Verantwortung für das Blutvergießen zu tragen, so Putin.

Den Westen beschuldigte Putin, die Region gezielt destabilisieren zu wollen. Der russische Eingriff auf der Krim sei angesichts einer Bedrohung der dortigen Bevölkerung gerechtfertigt gewesen. Auch in der Ostukraine gebe es eine solche Bedrohung.

“Wie sie sehen können sind in der Ukraine unsere Landsmänner, Russen und Menschen anderer Nationalitäten, ihre Sprache, Kultur und Rechte bedroht”, sagte Putin. “Was für eine Reaktion erwarten unsere Partner angesichts dieser Vorgänge? Wir hatten kein Recht, die Bewohner der Krim und Sewastopols den militanten Nationalisten und Radikalen ausgeliefert zu lassen.”

Dagegen betonte der Kremlchef seinen Willen, die wirtschaftlichen Beziehungen mit Europa auszubauen. Die Ukraine habe den Gasstreit als Mittel zur Erpressung missbraucht. Westliche Konsumenten sollten nicht für die Handlungen ukrainischer Politiker bezahlen müssen.

“Europa ist unser natürlicher und wichtigster Wirtschafts- und Handelspartner”, sagte Putin. “Wir wollen sicherstellen, dass es neue Möglichkeiten für Kooperationen im Wirtschaftsbereich gibt. Deshalb ist es wichtig, die rechtlichen Grundlagen für unsere Zusammenarbeit zu modernisieren, um für Stabilität zu sorgen. Vor allem in so strategisch wichtigen Bereichen wie der Energie.”