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Ukrainisches Militär bombardiert und beschießt Rebellenstellungen

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Ukrainisches Militär bombardiert und beschießt Rebellenstellungen

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Nach der Beendigung des Waffenstillstandes sind ukrainische Einheiten mit Artilleriebeschuss und Luftangriffen gegen Separatistenstellungen vorgegangen.

Eine Verlängerung der zehntägigen Waffenruhe hatte Präsident Petro Poroschenko nach Telefongesprächen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, der deutschen Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Francois Hollande schließlich abgelehnt.

Auch innerhalb der Städte Donezk und Slowjansk kam es wieder zu Gefechten. Für die Bevölkerung ist die Lage unübersichtlich.

“Ich weiß nicht, wer da gegen wen kämpft”, so ein Passant in Donezk. “Wir stehen hier und zittern vor Angst. In der Halle des Krankenhauses sind etwa 150 Leute, auch alte Menschen. Da, schon wieder Schüsse!”

In einer Fernsehansprache am Morgen sagte Poroschenko, es gebe keine Hinweise darauf, dass die russische Seite geforderte Maßnahmen zu Deeskalierung vor Ort oder zur Sicherung der Grenze umgesetzt habe.

“Wir werden angreifen und unser Land befreien”, sagte Poroschenko. “Die Absage an eine Verlängerung des Waffenstillstands ist unsere Antwort an die Terroristen, Rebellen und Plünderer, die Zivilisten quälen, die Wirtschaft unseres Landes lähmen, die Zahlung von Löhnen, Pensionen und Stipendien stören, die Bahnhöfe sprengen und Wasserleitungen zerstören, und die Menschen ihres normalen, friedlichen Lebens berauben.”

Der Druck der öffentlichen Meinung, die Feuerpause zu beenden, war in der West- und Zentralukraine angesichts der anhaltender Verluste zuletzt stark gewachsen.

15 mal sollen Rebellen während der Feuerpause ukrainische Militärkonvois beschossen haben, laut einer Twitternachricht des Außenministeriums seien bei solchen Angriffen 27 ukrainische Soldaten getötet und 69 verwundet worden.